Historie Seite 1
Die historische Situation zur Zeit der hl. Rita Die gesammelten Texte erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie sind ein Versuch, sich dieser großartigen Frau und Heiligen, der hl. Rita, und Ihrer Botschaft zu nähern. Von Rita selbst haben wir nichts Schriftliches in Händen. Ihr Lebenszeugnis "spricht Bände", weshalb sich viele Menschen bis heute auf "Spurensuche" begeben haben. Leider gibt es nur wenig Literatur in deutscher Sprache. Sobald es neuere Erkenntnisse gibt, werden sie nach Überprüfung in die Texte aufgenommen. Entscheidend und wichtig für unser Leben ist, dass die hl. Rita für uns eine treue Wegbegleiterin sein möchte. Nach wie vor können unendlich viele Menschen dies durch ganz konkrete Erfahrungen bestätigen.                    Erfahrungen ihrer Hilfe
Quellen
Documentazione Ritiana Antica Pater Agostine Trapè OSA, Vittorio Peri (Assisi) und viele Forscher, v.a in Italien und Spanien, suchen nach exakten Anhaltspunkten für einen chronologischen Lebenslauf der hl. Rita. Manches wird für immer im Dunkeln, unserem Wissen verborgen und deshalb auch Stückwerk bleiben. Pater Damasus Trapp OSA hat zur Herausgabe der Bände der Documentazione Ritiana Antica (in ital. Sprache), die auf seine Initiative hin zusammengestellt wurden, am 3. März 1969 eine Zusammenfassung der 3 Bände in deutscher Sprache geschrieben. In den Texten zur Geschichte - die Zeit der hl. Rita - wird daraus unter der Angabe D.T. zitiert. 1. Band: "Der Prozess von 1626 und seine Literatur" (in anastatischem Verfahren* wiedergegeben =                anastatischer Druck: chem. Verfahren zur Vervielfältigung alter Drucke) - Kopie dieses Prozesses, in Kanzleischrift geschrieben (Sie wird im Erzbischöflichen Archiv von Spoleto aufbewahrt. Der Band ist mit umfangreichen Registern versehen, die von den Schwestern von Cascia in mühsamer Kleinarbeit zusammengestellt wurde.) - den "Codex miraculorum" (= Wunderkatalog) von 1552 (d. h. "die hauptsächlichsten Wunder und Gnadenerweise, wie man sie im Seligsprechungsprozess liest") - Mirakelbuch von Spoleto - das "Leben der seligen Rita von Cascia aus dem Orden des hl.Augustinus" von P. Agostino Cavalucci OSA (17 Jhd) 2. Band: P. Trapp prüft darin die vorhandenen Dokumente, um das "wahre Antlitz der hl. Rita" zu finden und darzustellen, gute Reproduktionen, z.T. in Farben > Rekonstruktion des Lebenslaufs der hl. Rita - Darstellungen auf dem alten Sarkophag = sogen. "cassa solenne" gegenüber der - "cassa umile" = einfacher Holzsarg, umschlossen von reich bebilderten äußeren Kassette (1457) und Hymnus auf   passionsmystisches und caritatives Leben- Darstellung in "S. Francesco, Cascia" - kurz nach dem Tod der hl. Rita: kleine Biographie von einem Advokat von Cascia (> Originalausgabe Augustinusverlag, Wbg.) 3. Band: historisches Antlitz von Cascia z. Z. der hl.Rita - vollständige Veröffentlichung der Verfassung / Statuten der "Potenza" (der "kleinen Herrschaft") gedruckt 1545 - einen geschichtlichen Bericht von P. L. Vannutelli OSA (Perugia 1925) und historische Erinnerungen von Cascia von M. Franceschini (Cascia 1913) - kleines Traktat aus dem Klosterarchiv = Anleitung zur Frömmigkeit - Manuskript aus dem 15. Jahrhundert - im volkstümlichen italienischen Dialekt weitere Quellen: - die sogenannten "sechsteiligen Gemälde" und weitere Bilder und Fresken - "Moralschriftchen", das sich im Kloster der hl. Rita fand - der Hymnus auf dem “Prunk-Sarkophag
Kirche
Auch die Kirche Gottes stand zu Ritas Zeiten im Schatten trüber Ereignisse. Großherzige Menschen wie Rita und Franz von Assisi leuchteten in Licht und Liebe und gaben Zeugnis von der inneren Kraft der Kirche. Dieselbe Kirche aber litt unter menschlichen Schwächen und wurde nur all zu oft missbraucht im Spiel von Ehrgeiz und Stolz als Machtinstrument der Erpresser und Unterdrücker. Die ungeheuere Tragik des großen Schismas, jener schrecklichen Zeit, die nicht nur papstlos war, sondern von mehreren Päpsten zugleich "regiert" wurde, erfüllte auch Rita mit Schmerz und Sorge. Zwei, ja sogar drei zu gleicher Zeit regierende Päpste führten in skandalöser Weise miteinander Krieg. Keine Waffe, auch nicht der Kirchenbann, wurde gescheut, und gezwungenermaßen war jeder Christ, auch die hl. Rita, wenigstens auf dem Papier zeitweise exkommuniziert. Gegen diesen Missbrauch der Macht in den höchsten kirchlichen Ämtern donnerten die Geistesgelehrten von Cascia, die Augustiner und Franziskaner, sowie die Einsiedler in den Bergen vor der Stadt. Mit flammenden Worten geißelten sie Papst und Bischof und legten ihr Augenmerk auf die Heilung der schwärenden Wunden inmitten der 'kleinen' Christen. Es brachte nichts ein, sich auf die große, nur in Träumen existierende Kirchenreform zu konzentrieren. Die praktische Erneuerung jedes einzelnen Menschen musste in den Vordergrund gerückt werden. Eine kleine Moralschrift aus dem Rita-Jahr-Cascias, gibt uns einen lebendigen und klaren Abriss der religiösen Lage dieses geschichtlichen Abschnitts. Natürlich wäre es verfehlt, nur schwarz in schwarz zu malen. Der gleiche Himmel mit der immer gleich strahlenden Sonne spannte sich über die sich immer gleichen Herzen, in denen wohl auch ein tiefes Glaubensleben pulsierte und der echte, wenn eben auch schwacher Wille lebendig war.  Am Horizont zeichneten sich bereits die dunklen Wolken des Schismas ab, das 1378 zum Durchbruch kam. (D.T.)
Kloster der S. Maria Magdalena
Lage des Klosters Das heutige Rita-Kloster trug lange den Namen der hl. Maria Magdalena. Am Berge gelegen, umspülte das Flüsschen Corno seine Mauern. Bis zum großen Erdbeben im Jahre 1328 war es von Benediktinerinnen bewohnt. Das Kloster St. Augustin lag im Zentrum von Regierung, Bürgertum und Befestigung. Wegen der Nähe dieser Gebäude war sie praktisch die offizielle Kirche Cascias. Im Stadtgesetz sind ihr 10 mal soviel Privilegien als den anderen Kirchen zuerkannt und somit trug die Stadt einen ausgeprägt augustinischen Charakter. In der näheren Umgebung fanden sich hoch in den Bergen und Schluchten zahlreiche kleine Klausen augustinischen Eremitentums. Auch wissen wir von ihren Gängen nach St. Augustin, jenem mächtigen Kirchenkomplex, der nahe bei der Festung und den Regierungspalästen lag. Wegen seiner ehrwürdigen Tradition und der herausragenden Platzierung der Kirche und des Klosters gewann es eine derartige Bedeutung, dass man ohne weiteres Cascia als augustinische Stadt bezeichnen kann, obwohl es auch andere kunstreiche und beachtenswerte Kirchen gab. Es ist nicht undenkbar, dass St. Rita in der Kirche des hl. Augustinus zur Augustinerin wurde. Jedenfalls wählte sie jene drei Heiligen, Augustinus, Johannes den Täufer und Nikolaus von Tolentin zu ihren persönlichen Patronen, die in dieser Kirche verehrt wurden. Bis in die vergangenen Jahrhunderte hinein war Maria Magdalena die Patronin der heiligen Stätte, nicht weil unter den Benediktinerinnen auch Büßerinnen lebten, sondern weil die Magdalenen-Reliquien zur damaligen Zeit gerade in Frankreich "entdeckt" und berühmt geworden waren. Das Klostergebäude Heute hat das Kloster natürlich weit größere Ausmaße als zu Ritas Zeiten. Außer der Mitgift von 150 Gulden (Stadtgesetz von 1401) hatte die hl.Rita auch noch die kleine Klosterkirche aus ihrem Vermögen renoviert. Das eigentliche Gebäude vom ehemaligen Kloster und auch die Kirche sind zum größten Teil erhalten. Sie sind im rechten Winkel aufeinander hingeordnet, so dass der Grundriss die Form eines L bildet. Der lange Schenkel ist in den Berg eingebaut, der kurze deutet ins Tal. Heute noch ist am Ende der Langseite die Zelle der heiligen Rita zu sehen, klein und arm, in der sie 40 lange Klosterjahre, von 1407 - 1447, ihr Leben der Liebe und des Opfers zubrachte. Man gewahrt ein kleines Fenster, durch das man den Berg mit dem Namen 'Wunderschau' erblicken kann. Darunter führt der Weg vorbei, der nach St. Augustin hinaufführt und den sie so oft gegangen ist. An der Ecke jenes Rechteckes im Klosterhof, das der Grundplan beschreibt, befindet sich noch ein altes Tor, einst der Haupteingang zum Klösterchen von St. Magdalena. Dieses Tor war Zeuge der mehrfachen Abweisung bei Ritas Aufnahmegesuchen, es war auch Zeuge ihres treuen Glaubens, der endlich über alle Schwierigkeiten siegte. Denn auf dem alten sechsteiligen Gemälde einer Rita-Biographie für Analphabeten ist die Wichtigkeit der Aufnahme Ritas deutlich gemacht und für die Lesekundigen mit triumphalischen Worten bestätigt. Vom Klosterhofe aus, dessen Zisterne und Pflaster schon vor Rita existierten, führt eine Tür in den kleinen Chor für die 10 oder 11 Mitschwestern, mit denen Rita hier betete. In diesem Chor wurden die Konventskapitel gehalten und da pflegte man auch die Profess abzulegen. Auch wurde nach dem Tode Ritas hier lange Jahre ihr Leib aufbewahrt und zwar in Altarnähe an der Stelle, wo man die Professformel las. Unter dem Chor befindet sich in gleicher Architektur wie dieser das sogenannte "Chörchen". Beide sind durch eine schmale Steintreppe miteinander verbunden. Im "Chörchen" befand sich auf der gleichen Ebene wie der Kirchenboden das Kommuniongitter der Nonnen. Von hier aus führte eine Türe zur Empore, dem Matroneum, in dem die Schwestern der hl. Messe beiwohnten. Die Umrisse dieser Tür sind noch in der Chorwand zu sehen. Die Mitschwestern Dokumentarisch sind sieben Namen der Mitschwestern Ritas bekannt. Mit ihnen verbrachte sie 40 gemeinsame Klosterjahre. Davon war eine Verwandte ihres Gatten, die den Namen Katharina Antonii Mancini trug. Zur Profess waren auch Witwen zugelassen, von denen uns einige im notariellen Archiv des Klosters namentlich bekannt sind. Dieses Archiv wurde im Jahre 1440 begonnen und bis zum Tridentinum geführt. Einige dieser offiziellen Notare waren gleichzeitig Konversi des Klosters, die in seinem Schatten lebten, ihm treu dienten und auch da starben. Als Äbtissin fungierte immer die an Jahren Älteste. Die Präzedenz hing ab vom Alter der einzelnen Nonnen. In der Folge, in welcher sich die Chorstühle nach oben lichteten, rückte man auf mit der Aussicht, einmal Nachfolgerin der Äbtissin zu werden. Witwen waren in jedem Falle älter als jene Schwestern, die als junge Mädchen eingetreten waren. Deshalb wurde eine Witwe kaum einmal Äbtissin, außer in akuten Pestzeiten. Auch Rita war nie Äbtissin. Bei ihrem Eintritt im Jahre 1407 fand sie neun oder zehn Mitschwestern über sich. Zur Zeit ihres Todes waren noch sieben davon am Leben. Unterschiede zwischen Chor- und Laienschwestern kannte man nicht. Wer lesen konnte, - und scheinbar war dies bei allen der Fall, - ging in den Chor zum hl. Offizium. Die anderen Schwestern beschäftigten sich mit der üblichen Hausarbeit. Auch kannte man keine eigentliche Ordenstracht. Man wollte nicht kontemplative Benediktinerin sein, sondern dem Volke nahe bleiben. Als Kleid trug man das Gewand der vornehmeren älteren Damen. Das weiße Kinnband war noch völlig unbekannt. Es tauchte bei den Ordenstrachten erst gegen 1480 auf und wurde dann nachträglich auch dem Rita-Bild gegeben. Die volle päpstliche Klausur war ebenfalls noch nicht eingeführt. Alle Nonnen konnten vom Kloster aus Arme und Kranke in der Stadt besuchen und betreuen. (D.T.)
Heiliges Jahr / Seligsprechung des hl. Nikolaus von Tolentino
Frühere Annahme: Die hl. Rita pilgerte anlässlich des Heiligen Jahres mit ihren Mitschwestern nach Rom. 15 Jahre trug sie die Stirnwunde. Da sich für diese Zeit die Dornenwunde schloss (das war die Bedingung für die Pilgerschaft) und sie die letzten vier Jahre bettlägrig war, konnte diese Pilgerreise nur innerhalb von 11 Jahren sein. 1300 war das erste Heilige Jahr ausgerufen worden, die folgenden waren 1400 / 1423 / 1450 /1500 / ... (s.a.: http://www.legion-mariens.de/theologische_Artikel/Geschichte_der_Heiligen_Jahre/geschichte_der_heiligen_jahre.html ) Das hat zur Folge: > 1423 kann nicht zutreffen: selbst die früheste Annahme der Stigmatisation wird auf 1432 datiert > 1450 würde bedeuten, dass sie nicht 1447, sondern 1457 gestorben ist. Heute weiß man, dass die hl. Rita zur Seligsprechung eines ihrer 3 Lieblingsheiligen nach Rom pilgerte, zu Nikolaus von Tolentino. Was aber auch bedeutet, dass die frühere Annahme doch stimmt kann: Todesjahr 1447 (s.a. auch Prunksarkophag). Allerdings muss sie enorme Schmerzen dabei auf sich genommen haben (Polyarthritis im fortgeschrittenen Stadium).
Rosenkranzgebet
Es wird teilweise erklärt, dass der Rosenkranz nachträglich beim Friedens-Fresko in der Kirche S. Francesco dazu gemalt worden wäre, weil es zur damaligen Zeit noch keinen Rosenkranz gegeben hätte. ...Der Verfasser der Moralschrift lässt sich allerdings nicht vom frommen Augenaufschlag der Cascianerin beschwichtigen. Er nimmt sie ins Verhör und zwingt sie zu einer Gewissenserforschung, die beinahe keine Schwächen unentdeckt lässt und damit ein vollendetes Zeitbild gibt. "Du bist aufdringlich bei deinem Manne gewe-sen, damit du viele Kleider kaufen konntest und noch vieles mehr, als sein Vermögen ihm gestattet! Du kleine Heuchlerin! Du machtest ohne Wissen deines Mannes mächtige Ausgaben mit jenem Geld, das für den Haushalt bestimmt war; trotzdem trägst du einen langen Rosenkranz und setzt eine fromme Miene auf! Duckmäuserin mit deinem langen Rosenkränzchen, willst du den lieben Gott vom Kreuze holen oder seine Heiligenbilder von der Wand?" (D.T.) Außerdem sei darauf verwiesen, dass schon Katharina von Siena (1980+, 1 Jahr nach Ritas Geburt) mit einem Rosenkranz dargestellt wurde.  22 Jahre nach Ritas Tod, empfahl am 9.5.1479: Papst Sixtus IV.: Bulle "Ea quae" bereits das tägliche Rosenkranzgebet. Ab 1347 Das Auftreten der Pest läßt die Marienverehrung sprunghaft ansteigen. Vor 1444/1459: Der Bitt-Teil der heutigen Form ist zuerst beim Franziskaner Bernardin von Siena (1380-1444) und beim Dominikaner Antoninus von Florenz (1389-1459) nachzuweisen und ist wohl in toskanischen oder umbrischen Laienbruderschaften in der Mitte des 15. Jahrhunderts entstanden. Wer dazu Genaueres nachlesen möchte, für den ist folgende Internetseite vielleicht aufschlussreich: http://www.helmut-zenz.de/rosenkranz.html
“Wunder”-Kriterien (aus der sogen. “Kurze Biographie” 1457)
Die Kirchengeschichte berichtet von einem ähnlichen revolutionären Umschwung in der Behandlung des Heiligen-Kultes unter Papst Urban VIII im Jahre 1625. Damals gab man das mittelalterliche Kriterium von der Wundertätigkeit und der körperlichen Unverwestheit als Hauptargument für die Heiligkeit auf und zog endlich den heroischen Charakter des Tugendlebens vor. Die jetzige Veröffentlichung enthält (im I. Band) außer dem genannten Prozess von 1626 den "Codex miraculorum" (Wunderkatalog) von 1552, d.h. "die hauptsächlichsten Wunder und Gnadenerweise, wie man sie im Seligsprechungsprozess liest". Etwa 10 Jahre nach Ritas Tod schreibt ein Advokat von Cascia eine kleine Biographie "dieser hochedlen Frau, der Nonne Schwester Rita" und bemerkt: "Gott (allein) schafft echte lichtvolle Heiligkeit. Er wirkt Wunder, damit die Sünder auf das Leben der Heiligen schauen und Verlangen tragen, zu leben, wie sie gelebt haben. So wirkt er sie auch jetzt, um den Menschen das Leben dieser Ordensfrau als Modell vorzulegen, die Gott diente in Liebe, indem sie 40 Jahre lang das monastische Ideal lebte in Fasten und Gebet. Sie war treu im Dienste Gottes, und Gott, Wunder wirkend durch ihre Fürbitte, war treu, nach seinem Wort: 'Er wird einem jeden vergelten nach seinen Werken'." Die nachkonziliare Kirche hat endlich das Prinzip aufgestellt, dass der öffentliche Kult eines Heiligen nur aufgrund einer historischen Biographie gestattet werden kann, während der Privatkult unangetastet bleibt. Für den Rita-Verehrer bedeutet es darum eine freudige Überraschung, im traditionellen Rita-Leben so viele verbürgte und beweisbare Gegebenheiten zu finden. (D.T.)
Impressum
zu Seite 1 zu Seite 2 Moral (”Moralschriftchen) Quellen  Geographische Lage Kirche Gesellschaft und Politik Kloster der S. Maria Magdalena zu Seite 3 Heiliges Jahr  Friedensstifter Rosenkranzgebet Initialen auf dem Prunksarkophag ”Wunder”-Kriterien Wirtschaft Hochzeitsritual Mode
Die historische Situation zur Zeit der hl. Rita Die gesammelten Texte erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie sind ein Versuch, sich dieser großartigen Frau und Heiligen, der hl. Rita, und Ihrer Botschaft zu nähern. Von Rita selbst haben wir nichts Schriftliches in Händen. Ihr Lebenszeugnis "spricht Bände", weshalb sich viele Menschen bis heute auf "Spurensuche" begeben haben. Leider gibt es nur wenig Literatur in deutscher Sprache. Sobald es neuere Erkenntnisse gibt, werden sie nach Überprüfung in die Texte aufgenommen. Entscheidend und wichtig für unser Leben ist, dass die hl. Rita für uns eine treue Wegbegleiterin sein möchte. Nach wie vor können unendlich viele Menschen dies durch ganz konkrete Erfahrungen bestätigen.
zu Seite 2 Seite 1 Moral (”Moralschriftchen) Quellen  Geographische Lage Kirche Gesellschaft und Politik Kloster der S. Maria Magdalena zu Seite 3 Friedensstifter Heiliges Jahr  Initialen auf dem Prunksarkophag Rosenkranzgebet Wirtschaft ”Wunder”-Kriterien Hochzeitsritual Mode
Quellen
Documentazione Ritiana Antica Pater Agostine Trapè OSA, Vittorio Peri (Assisi) und viele Forscher, v.a in Italien und Spanien, suchen nach exakten Anhaltspunkten für einen chronologischen Lebenslauf der hl. Rita. Manches wird für immer im Dunkeln, unserem Wissen verborgen und deshalb auch Stückwerk bleiben. Pater Damasus Trapp OSA hat zur Herausgabe der Bände der Documentazione Ritiana Antica (in ital. Sprache), die auf seine Initiative hin zusammengestellt wurden, am 3. März 1969 eine Zusammenfassung der 3 Bände in deutscher Sprache geschrieben. In den Texten zur Geschichte - die Zeit der hl. Rita - wird daraus unter der Angabe D.T. zitiert. 1. Band: "Der Prozess von 1626 und seine Literatur" (in anastatischem Verfahren* wiedergegeben = anastatischer Druck: chem. Verfahren zur Vervielfältigung alter Drucke) - Kopie dieses Prozesses, in Kanzleischrift geschrieben (Sie wird im Erzbischöflichen Archiv von Spoleto aufbewahrt. Der Band ist mit umfangreichen Registern versehen, die von den Schwestern von Cascia in mühsamer Kleinarbeit zusammengestellt wurde.) - den "Codex miraculorum" (= Wunderkatalog) von 1552 (d. h. "die hauptsächlichsten Wunder und Gnadenerweise, wie man sie im Seligsprechungsprozess liest") - Mirakelbuch von Spoleto - das "Leben der seligen Rita von Cascia aus dem Orden des hl.Augustinus" von P. Agostino Cavalucci OSA (17 Jhd) 2. Band: P. Trapp prüft darin die vorhandenen Dokumente, um das "wahre Antlitz der hl. Rita" zu finden und darzustellen, gute Reproduktionen, z.T. in Farben > Rekonstruktion des Lebenslaufs der hl. Rita - Darstellungen auf dem alten Sarkophag = sogen. "cassa solenne" gegenüber der - "cassa umile" = einfacher Holzsarg, umschlossen von reich bebilderten äußeren Kassette (1457) und Hymnus auf   passionsmystisches und caritatives Leben- Darstellung in "S. Francesco, Cascia" - kurz nach dem Tod der hl. Rita: kleine Biographie von einem Advokat von Cascia (> Originalausgabe Augustinusverlag, Wbg.) 3. Band: historisches Antlitz von Cascia z. Z. der hl.Rita - vollständige Veröffentlichung der Verfassung / Statuten der "Potenza" (der "kleinen Herrschaft") gedruckt 1545 - einen geschichtlichen Bericht von P. L. Vannutelli OSA (Perugia 1925) und historische Erinnerungen von Cascia von M. Franceschini (Cascia 1913) - kleines Traktat aus dem Klosterarchiv = Anleitung zur Frömmigkeit - Manuskript aus dem 15. Jahrhundert - im volkstümlichen italienischen Dialekt weitere Quellen: - die sogenannten "sechsteiligen Gemälde" und weitere Bilder und Fresken - "Moralschriftchen", das sich im Kloster der hl. Rita fand - der Hymnus auf dem “Prunk-Sarkophag
Kirche
Auch die Kirche Gottes stand zu Ritas Zeiten im Schatten trüber Ereignisse. Großherzige Menschen wie Rita und Franz von Assisi leuchteten in Licht und Liebe und gaben Zeugnis von der inneren Kraft der Kirche. Dieselbe Kirche aber litt unter menschlichen Schwächen und wurde nur all zu oft missbraucht im Spiel von Ehrgeiz und Stolz als Machtinstrument der Erpresser und Unterdrücker. Die ungeheuere Tragik des großen Schismas, jener schrecklichen Zeit, die nicht nur papstlos war, sondern von mehreren Päpsten zugleich "regiert" wurde, erfüllte auch Rita mit Schmerz und Sorge. Zwei, ja sogar drei zu gleicher Zeit regierende Päpste führten in skandalöser Weise miteinander Krieg. Keine Waffe, auch nicht der Kirchenbann, wurde gescheut, und gezwungenermaßen war jeder Christ, auch die hl. Rita, wenigstens auf dem Papier zeitweise exkommuniziert. Gegen diesen Missbrauch der Macht in den höchsten kirchlichen Ämtern donnerten die Geistesgelehrten von Cascia, die Augustiner und Franziskaner, sowie die Einsiedler in den Bergen vor der Stadt. Mit flammenden Worten geißelten sie Papst und Bischof und legten ihr Augenmerk auf die Heilung der schwärenden Wunden inmitten der 'kleinen' Christen. Es brachte nichts ein, sich auf die große, nur in Träumen existierende Kirchenreform zu konzentrieren. Die praktische Erneuerung jedes einzelnen Menschen musste in den Vordergrund gerückt werden. Eine kleine Moralschrift aus dem Rita-Jahr-Cascias, gibt uns einen lebendigen und klaren Abriss der religiösen Lage dieses geschichtlichen Abschnitts. Natürlich wäre es verfehlt, nur schwarz in schwarz zu malen. Der gleiche Himmel mit der immer gleich strahlenden Sonne spannte sich über die sich immer gleichen Herzen, in denen wohl auch ein tiefes Glaubensleben pulsierte und der echte, wenn eben auch schwacher Wille lebendig war.  Am Horizont zeichneten sich bereits die dunklen Wolken des Schismas ab, das 1378 zum Durchbruch kam. (D.T.)
Kloster der S. Maria Magdalena
Lage des Klosters Das heutige Rita-Kloster trug lange den Namen der hl. Maria Magdalena. Am Berge gelegen, umspülte das Flüsschen Corno seine Mauern. Bis zum großen Erdbeben im Jahre 1328 war es von Benediktinerinnen bewohnt. Das Kloster St. Augustin lag im Zentrum von Regierung, Bürgertum und Befestigung. Wegen der Nähe dieser Gebäude war sie praktisch die offizielle Kirche Cascias. Im Stadtgesetz sind ihr 10 mal soviel Privilegien als den anderen Kirchen zuerkannt und somit trug die Stadt einen ausgeprägt augustinischen Charakter. In der näheren Umgebung fanden sich hoch in den Bergen und Schluchten zahlreiche kleine Klausen augustinischen Eremitentums. Auch wissen wir von ihren Gängen nach St. Augustin, jenem mächtigen Kirchenkomplex, der nahe bei der Festung und den Regierungspalästen lag. Wegen seiner ehrwürdigen Tradition und der herausragenden Platzierung der Kirche und des Klosters gewann es eine derartige Bedeutung, dass man ohne weiteres Cascia als augustinische Stadt bezeichnen kann, obwohl es auch andere kunstreiche und beachtenswerte Kirchen gab. Es ist nicht undenkbar, dass St. Rita in der Kirche des hl. Augustinus zur Augustinerin wurde. Jedenfalls wählte sie jene drei Heiligen, Augustinus, Johannes den Täufer und Nikolaus von Tolentin zu ihren persönlichen Patronen, die in dieser Kirche verehrt wurden. Bis in die vergangenen Jahrhunderte hinein war Maria Magdalena die Patronin der heiligen Stätte, nicht weil unter den Benediktinerinnen auch Büßerinnen lebten, sondern weil die Magdalenen-Reliquien zur damaligen Zeit gerade in Frankreich "entdeckt" und berühmt geworden waren. Das Klostergebäude Heute hat das Kloster natürlich weit größere Ausmaße als zu Ritas Zeiten. Außer der Mitgift von 150 Gulden (Stadtgesetz von 1401) hatte die hl.Rita auch noch die kleine Klosterkirche aus ihrem Vermögen renoviert. Das eigentliche Gebäude vom ehemaligen Kloster und auch die Kirche sind zum größten Teil erhalten. Sie sind im rechten Winkel aufeinander hingeordnet, so dass der Grundriss die Form eines L bildet. Der lange Schenkel ist in den Berg eingebaut, der kurze deutet ins Tal. Heute noch ist am Ende der Langseite die Zelle der heiligen Rita zu sehen, klein und arm, in der sie 40 lange Klosterjahre, von 1407 - 1447, ihr Leben der Liebe und des Opfers zubrachte. Man gewahrt ein kleines Fenster, durch das man den Berg mit dem Namen 'Wunderschau' erblicken kann. Darunter führt der Weg vorbei, der nach St. Augustin hinaufführt und den sie so oft gegangen ist. An der Ecke jenes Rechteckes im Klosterhof, das der Grundplan beschreibt, befindet sich noch ein altes Tor, einst der Haupteingang zum Klösterchen von St. Magdalena. Dieses Tor war Zeuge der mehrfachen Abweisung bei Ritas Aufnahmegesuchen, es war auch Zeuge ihres treuen Glaubens, der endlich über alle Schwierigkeiten siegte. Denn auf dem alten sechsteiligen Gemälde einer Rita-Biographie für Analphabeten ist die Wichtigkeit der Aufnahme Ritas deutlich gemacht und für die Lesekundigen mit triumphalischen Worten bestätigt. Vom Klosterhofe aus, dessen Zisterne und Pflaster schon vor Rita existierten, führt eine Tür in den kleinen Chor für die 10 oder 11 Mitschwestern, mit denen Rita hier betete. In diesem Chor wurden die Konventskapitel gehalten und da pflegte man auch die Profess abzulegen. Auch wurde nach dem Tode Ritas hier lange Jahre ihr Leib aufbewahrt und zwar in Altarnähe an der Stelle, wo man die Professformel las. Unter dem Chor befindet sich in gleicher Architektur wie dieser das sogenannte "Chörchen". Beide sind durch eine schmale Steintreppe miteinander verbunden. Im "Chörchen" befand sich auf der gleichen Ebene wie der Kirchenboden das Kommuniongitter der Nonnen. Von hier aus führte eine Türe zur Empore, dem Matroneum, in dem die Schwestern der hl. Messe beiwohnten. Die Umrisse dieser Tür sind noch in der Chorwand zu sehen. Die Mitschwestern Dokumentarisch sind sieben Namen der Mitschwestern Ritas bekannt. Mit ihnen verbrachte sie 40 gemeinsame Klosterjahre. Davon war eine Verwandte ihres Gatten, die den Namen Katharina Antonii Mancini trug. Zur Profess waren auch Witwen zugelassen, von denen uns einige im notariellen Archiv des Klosters namentlich bekannt sind. Dieses Archiv wurde im Jahre 1440 begonnen und bis zum Tridentinum geführt. Einige dieser offiziellen Notare waren gleichzeitig Konversi des Klosters, die in seinem Schatten lebten, ihm treu dienten und auch da starben. Als Äbtissin fungierte immer die an Jahren Älteste. Die Präzedenz hing ab vom Alter der einzelnen Nonnen. In der Folge, in welcher sich die Chorstühle nach oben lichteten, rückte man auf mit der Aussicht, einmal Nachfolgerin der Äbtissin zu werden. Witwen waren in jedem Falle älter als jene Schwestern, die als junge Mädchen eingetreten waren. Deshalb wurde eine Witwe kaum einmal Äbtissin, außer in akuten Pestzeiten. Auch Rita war nie Äbtissin. Bei ihrem Eintritt im Jahre 1407 fand sie neun oder zehn Mitschwestern über sich. Zur Zeit ihres Todes waren noch sieben davon am Leben. Unterschiede zwischen Chor- und Laienschwestern kannte man nicht. Wer lesen konnte, - und scheinbar war dies bei allen der Fall, - ging in den Chor zum hl. Offizium. Die anderen Schwestern beschäftigten sich mit der üblichen Hausarbeit. Auch kannte man keine eigentliche Ordenstracht. Man wollte nicht kontemplative Benediktinerin sein, sondern dem Volke nahe bleiben. Als Kleid trug man das Gewand der vornehmeren älteren Damen. Das weiße Kinnband war noch völlig unbekannt. Es tauchte bei den Ordenstrachten erst gegen 1480 auf und wurde dann nachträglich auch dem Rita-Bild gegeben. Die volle päpstliche Klausur war ebenfalls noch nicht eingeführt. Alle Nonnen konnten vom Kloster aus Arme und Kranke in der Stadt besuchen und betreuen. (D.T.)
Heiliges Jahr / Seligsprechung des hl. Nikolaus von Tolentino
Frühere Annahme: Die hl. Rita pilgerte anlässlich des Heiligen Jahres mit ihren Mitschwestern nach Rom. 15 Jahre trug sie die Stirnwunde. Da sich für diese Zeit die Dornenwunde schloss (das war die Bedingung für die Pilgerschaft) und sie die letzten vier Jahre bettlägrig war, konnte diese Pilgerreise nur innerhalb von 11 Jahren sein. 1300 war das erste Heilige Jahr ausgerufen worden, die folgenden waren 1400 / 1423 / 1450 /1500 / ... (s.a.: http://www.legion- mariens.de/theologische_Artikel/Geschichte_der_Heiligen_Jahre/geschichte_der_heiligen_jahre .html ) Das hat zur Folge: > 1423 kann nicht zutreffen: selbst die früheste Annahme der Stigmatisation wird auf 1432 datiert > 1450 würde bedeuten, dass sie nicht 1447, sondern 1457 gestorben ist. Heute weiß man, dass die hl. Rita zur Seligsprechung eines ihrer 3 Lieblingsheiligen nach Rom pilgerte, zu Nikolaus von Tolentino. Was aber auch bedeutet, dass die frühere Annahme doch stimmt kann: Todesjahr 1447 (s.a. auch Prunksarkophag). Allerdings muss sie enorme Schmerzen dabei auf sich genommen haben (Polyarthritis im fortgeschrittenen Stadium).
Rosenkranzgebet
Es wird teilweise erklärt, dass der Rosenkranz nachträglich beim Friedens-Fresko in der Kirche S. Francesco dazu gemalt worden wäre, weil es zur damaligen Zeit noch keinen Rosenkranz gegeben hätte. ...Der Verfasser der Moralschrift lässt sich allerdings nicht vom frommen Augenaufschlag der Cascianerin beschwichtigen. Er nimmt sie ins Verhör und zwingt sie zu einer Gewissenserforschung, die beinahe keine Schwächen unentdeckt lässt und damit ein vollendetes Zeitbild gibt. "Du bist aufdringlich bei deinem Manne gewe-sen, damit du viele Kleider kaufen konntest und noch vieles mehr, als sein Vermögen ihm gestattet! Du kleine Heuchlerin! Du machtest ohne Wissen deines Mannes mächtige Ausgaben mit jenem Geld, das für den Haushalt bestimmt war; trotzdem trägst du einen langen Rosenkranz und setzt eine fromme Miene auf! Duckmäuserin mit deinem langen Rosenkränzchen, willst du den lieben Gott vom Kreuze holen oder seine Heiligenbilder von der Wand?" (D.T.) Außerdem sei darauf verwiesen, dass schon Katharina von Siena (1980+, 1 Jahr nach Ritas Geburt) mit einem Rosenkranz dargestellt wurde.  22 Jahre nach Ritas Tod, empfahl am 9.5.1479: Papst Sixtus IV.: Bulle "Ea quae" bereits das tägliche Rosenkranzgebet. Ab 1347 Das Auftreten der Pest läßt die Marienverehrung sprunghaft ansteigen. Vor 1444/1459: Der Bitt-Teil der heutigen Form ist zuerst beim Franziskaner Bernardin von Siena (1380-1444) und beim Dominikaner Antoninus von Florenz (1389-1459) nachzuweisen und ist wohl in toskanischen oder umbrischen Laienbruderschaften in der Mitte des 15. Jahrhunderts entstanden. Wer dazu Genaueres nachlesen möchte, für den ist folgende Internetseite vielleicht aufschlussreich: http://www.helmut-zenz.de/rosenkranz.html
“Wunder”-Kriterien (aus der sogen. “Kurze Biographie” 1457)
Die Kirchengeschichte berichtet von einem ähnlichen revolutionären Umschwung in der Behandlung des Heiligen-Kultes unter Papst Urban VIII im Jahre 1625. Damals gab man das mittelalterliche Kriterium von der Wundertätigkeit und der körperlichen Unverwestheit als Hauptargument für die Heiligkeit auf und zog endlich den heroischen Charakter des Tugendlebens vor. Die jetzige Veröffentlichung enthält (im I. Band) außer dem genannten Prozess von 1626 den "Codex miraculorum" (Wunderkatalog) von 1552, d.h. "die hauptsächlichsten Wunder und Gnadenerweise, wie man sie im Seligsprechungsprozess liest". Etwa 10 Jahre nach Ritas Tod schreibt ein Advokat von Cascia eine kleine Biographie "dieser hochedlen Frau, der Nonne Schwester Rita" und bemerkt: "Gott (allein) schafft echte lichtvolle Heiligkeit. Er wirkt Wunder, damit die Sünder auf das Leben der Heiligen schauen und Verlangen tragen, zu leben, wie sie gelebt haben. So wirkt er sie auch jetzt, um den Menschen das Leben dieser Ordensfrau als Modell vorzulegen, die Gott diente in Liebe, indem sie 40 Jahre lang das monastische Ideal lebte in Fasten und Gebet. Sie war treu im Dienste Gottes, und Gott, Wunder wirkend durch ihre Fürbitte, war treu, nach seinem Wort: 'Er wird einem jeden vergelten nach seinen Werken'." Die nachkonziliare Kirche hat endlich das Prinzip aufgestellt, dass der öffentliche Kult eines Heiligen nur aufgrund einer historischen Biographie gestattet werden kann, während der Privatkult unangetastet bleibt. Für den Rita-Verehrer bedeutet es darum eine freudige Überraschung, im traditionellen Rita-Leben so viele verbürgte und beweisbare Gegebenheiten zu finden. (D.T.)
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